Nach ein paar kleineren Einarbeitungsaufgaben wie die Erstellung von Stickern und kleineren Plakaten, wurde ich immer mehr ins Tagesgeschäft mit einbezogen und durfte sehr viele meiner Aufgaben weitgehend eigenständig bearbeiten. Zum Schluss meines Praktikums hatte ich die volle Verantwortung für einige Themen und arbeitete selbstständig und abteilungsübergreifend daran.

Mitarbeit an der Vorbereitung, der Durchführung und der Auswertung von Nutzertests
Bei der Vorbereitung der Nutzertests wurde ein Leitfaden für den Test erarbeitet und passende Probanden für die jeweiligen Zielgruppen gesucht. Es war auch meine Aufgabe Räume für die Tests zu buchen, da wir in getrennten Zimmern testeten und protokollierten. Es musste im Produkt eine Testumgebung erstellt werden und da wir technische Probleme auf Grund verschiedener Betriebssysteme hatten, mussten wir dafür Lösungen finden. Bei der Durchführung durfte ich dann in einem anderen Raum über Bildschirm- und Tonübertragung beobachten wie die Probanden mit den Testaufgaben umgingen und den Test protokollieren. Die Raumsituation war während meines Praktikums allerdings nur eine Übergangslösung. Inzwischen gibt es ein UX Studio, mit einem Observe Raum, in dem Nutzertests in einem sehr professionellen Umgebung stattfinden. Nach den Tests folge noch die Auswertung. Hier schrieben wir alle Wünsche, positive und negative Aspekte und Zitate jeweils auf farbige Post It’s. Blau waren Wünsche, positive Aspekte grün, negative rot und Zitate gelb. Danach mussten wir alle Post It’s aus allen Tests Clustern und so die Topfindings aus den Nutzertests herausarbeiten. Zum Abschluss folgte noch die Präsentation der Topfindings vor den Kunden.
Konzeption und Design kleinerer UI Teilkonzepte
Im Projekt Cloud Robotics war ich viel an der Erstellung von UI Elementen beteiligt und habe auch sehr eng mit den Frontend Entwicklern zusammengearbeitet. Zum Teil durfte ich mir auch Teilkonzepte für die UI überlegen, wie beispielsweise Indikatoren für Roboter in der Livemap des Produkts, ein Redesign für die Informationsanzeige der Roboter, eine Legende für die Bearbeitungsmöglichkeiten in der Karte oder auch die Überarbeitung der Kartendarstellung zu einem einheitlichen Konzept. Diese Aufgabe hat mir besonders viel Spaß gemacht, da es nicht nur die gestalterische Umsetzung bestehender Konzepte war, sondern ich mir selber überlegen konnte, wie diese konsistent im gegebenen Rahmen, im Corporate Design und möglichst nutzerzentriert funktionieren können.

Konzeption und Ausarbeitung eines produktspezifischen Styleguides
Für das Produkt Comfort habe ich meine erste größere eigenständige Aufgabe übernommen, nämlich die Erstellung eines Styleguides für die UI des Produkts. Hier hatte ich die verschiedenen Screens des Produktes zur Verfügung und gemeinsam mit einer Entwicklungspraktikantin, teilten wir die einzelnen Elemente auf. Hier brachen wir das Konzept auf Konstanten, Atome, Moleküle, Organismen und Pattern herunter. So konnte ich beginnen die kleinsten Teile der UI zu bemaßen und zu beschreiben, aus diesen Teilen dann die Moleküle zu bilden, und so weiter. Das Ziel hierbei war es, eine Pattern Library anzulegen, mit deren Hilfe die Entwickler bei der Umsetzung von Designs viel schneller arbeiten können und der Gestalter nicht jeden Screen einzeln bemaßen muss. Es sollten die einzelnen Teile als Komponenten angelegt werden, sodass UI Konzepte danach schnell zusammengeklickt werden können. Teile des Styleguides waren Elemente aus dem allgemeinen Bosch Styleguide, die auf unsere Bedürfnisse angepasst oder anders kombiniert wurden. Mein Endprodukt hierbei war eine pdf Datei, in der alle Komponenten ausführlich erklärt, ihre möglichen verschiedenen Stati erläutert und alles bemaßt wurde. Dieser Styleguide wurde auch Projektübergreifend genutzt und Ziel ist es, dass alle Produkte auf diesen Styleguide angepasst werden. Bei dieser Aufgabe habe ich vor allem gelernt, welche Herausforderungen die Zusammenarbeit mit einer anderen Kompetenz bringen kann, aber auch wie man diese Herausforderungen gut bewältigt um das best mögliche Ergebnis zu erzielen.

Websitegestaltung
Für Cloud Robotics habe ich einen Onepager gestaltet, der einen Überblick über das Produkt geben soll und auf der bestehenden CI des Produktes aufbaut. Zunächst habe ich mich mit der Aufteilung der Themen beschäftigt und mir überlegt, welche Elemente aus den bereits existierenden How To ich wieder verwenden kann und in welcher Form ich sie abändern muss, damit sie in eine Website integriert werden können. Dafür habe ich eine Informationsarchitektur erstellt. Im Groben basiert dIe Website auf den Vorgaben des Bosch Brandguides, aber einige Teile, wie eine Featureübersicht gab es dort noch nicht, und ich musste mir selbst überlegen, wie ich diese darstellen möchte. Die Website sollte dann in Zusammenarbeit mit einem Entwicklungsstudenten umgesetzt werden und das Konzept auch auf die Seite im Bosch internen Netzwerk übertragen werden. 
Die Website ist zu finden unter https://cloud-robotics.net

Erstellung diverser Icons für die Außenkommunikation der Teams und Produkte sowie Projekte anhand des Brandguides der Bosch Icon Library
Innerhalb von Bosch dürfen keine Logos für Produkte oder Teams erstellt werden. Was aber möglich ist, sind Icons. Die Icons werden mit einem Styleguide erstellt und müssen bestimmten Kriterien folgen. Da die Außenkommunikation unserer Abteilung einheitlich gestaltet werden sollte, mussten entsprechend Icons für die verschiedenen Teams und Produkte erstellt werden. Diese Aufgabe durfte ich auch sehr selbstständig bearbeiten und war in regem Austausch mit den entsprechenden Teamleitern um ihre Wünsche bestmöglichst, innerhalb des gegebenen Rahmens, mit einzubeziehen. Da wir nicht nur Produkte für unsere eigene Abteilung betreuten, erstellte ich auch einige Icons für andere Abteilungen und deren Produkte. Auch hier durfte ich mich selbstständig mit den Zuständigen austauschen und mit ihnen beraten. Diese Aufgabe hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, weil ich erstens die Herausforderung mochte, viele Wünsche in einem Icon zu verbinden und sie im Styleguide zu erstellen. Außerdem hat mir der Austausch mit anderen Abteilungen und Teams sehr viel Spaß gemacht und es war schön, die Icons in Benutzung, auch über Bosch hinaus, zu sehen.

Erstellung von Illustrationen und Icons für UI nach dem Brandguide
Wie vorher schon angesprochen, war ich besonders bei Cloud Robotics sehr in die Gestaltung der UI integriert, so erstellte ich Icons für verschiedene Robotertypen oder entsprechende Illustrationen der Roboter nach dem Brandguide, sodass diese auch in der UI verwendet werden können. Auch hier war es immer ein schönes Erlebnis, die eigenen Illustrationen und Icons dann im Produkt selbst zu sehen. Da wir immer sehr nah mit den Entwicklern zusammengearbeitet haben, habe ich auch viel über ihre Arbeitsweise gelernt und mir Wissen über die Erstellung von Spritesheets und Iconfonts angeeignet.

Erstellung von Animationen für ein Produkt Erklärungsvideo
Für ein Erklärvideo von Cloud Robotics habe ich Animationen mit After Effects erstellt. Ich habe zum Beispiel Simon, einen jungen Mann, zum Leben erweckt. Ich hatte vorher nicht so viel Erfahrung mit Animationen und bin an dieser Aufgabe sehr gewachsen und habe beispielsweise mit verschiedenen Plugins gearbeitet und viel über Rigging und Walk Cycles gelernt. Ich erstelle eine Animation wie Simon winkt, sich zur Seite dreht, läuft und sich hinsetzt. Das war sehr aufwändig aber es hat viel Spaß gemacht die Entwicklung zu sehen, besonders wie der erste Versuch aussah, und wie das finale Ergebnis. Das Video ist HIER zu sehen.
Außerdem erstellte ich kleinere Animationen für den Instagram Account @boschkarriere, in denen unsere Produkte kurz und knapp vorgestellt wurden.
Teilnahme an organisatorischen Terminen
Die Teilnahme an organisatorischen Terminen hat mir viel Spaß gemacht. Vor allem während der Zeit in der meine Betreuerin im Urlaub war, durfte ich bei der Planung, den Reviews und Abschätzungen für UX Themen dabei sein und wurde so besonders ins Team aufgenommen. Ich habe gelernt, Arbeitspakete abzuschätzen und habe mich auf diesem Gebiet sehr viel weiterentwickelt. Mir fällt es inzwischen deutlich leichter einzuschätzen wie lange ich für eine Aufgabe brauchen werde.  Es hat mir viel Spaß gemacht auch über die reinen Gestaltungsaufgaben hinaus zu arbeiten und die Arbeitsweisen in einem Großunternehmen kennen zu lernen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass mich die anderen Teammitglieder auch in solchen Terminen respektierten und mich nicht wie eine Praktikantin behandelten.

Teilnahme am agilen Entwicklungsprozess Scrum
Im Prozess Scrum gibt es Sprints, die immer geplant werden müssen und am Ende gereviewed werden, sodass der Fortschritt sichtbar wird.  In unserem Team waren diese Sprints immer zwei Wochen lang. Die Planung lief weitestgehend über GitLab, wo alle Themen zugewiesen wurden, dokumentiert wurden und abgearbeitet wurden. Das Modell Scrum hat mir sehr gut gefallen, da besonders die Abschätzung des Arbeitsaufwandes mit Storypoints mir sehr geholfen hat, mich nicht in Aufgaben zu verrennen und sie richtig zu priorisieren. Ich hatte so immer einen guten Überblick darüber, wie lange ich für was brauchen darf und am Ende eines Sprints konnte ich die Aufgaben als abgeschlossen betrachten.

Weitere Arbeiten

Back to Top